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Die Queen war hier und der Dalai Lama auch …

... aber das ist nur ein Teil der spannenden Camp-Geschichte. Die Ruhe und Idylle dieses unberührten Heidedorfes wurde erstmalig 1938 durchbrochen, als große Flächen von der deutschen Luftwaffe besetzt und als Fliegerhorst genutzt wurden. Nach Kriegsende entstand auf diesem Gelände ein Flüchtlingslager für 1500 Personen - das so genannte „Dorf der 1000 Sorgen“. Vorwiegend Frauen und Kinder fanden hier Unterschlupf in einfachen Holzbaracken. Zum Lager gehörte eine Krankenstation, eine Schule und selbst ein Kindergarten wurde eingerichtet.

Von 1950 bis 1997 wurde Reinsehlen von britischen und kanadischen Streitkräften als militärisches Übungsgelände genutzt. Der Name Camp Reinsehlen entstand. Was heute schier undenkbar ist, war jahrzehntelang Alltag in der Lüneburger Heide: Große Flächen dieser einmaligen Landschaft wurden für militärische Übungsmanöver genutzt. 1967 nahm Queen Elisabeth persönlich die Truppenparade eines Panzerregiments ab – ein aufregendes Ereignis für die ganze Region. Die Panzerwaschanlage, die Rote und die Weiße Halle, das Atelier und das Verwaltungsgebäude stammen noch aus dieser Zeit.

1986 gründete sich eine Bürgerinitiative zur Verringerung der Militärbelastung in der Heide. Ihr gelang nach unermüdlichen Verhandlungen die Einstellung aller militärischen Manöver. Umfangreiche und intensive Renaturierungsarbeiten setzten ein und 1994 konnten die Flächen endgültig der Natur zurückgegeben werden.

Im Zuge der Veranstaltung „Buddhas Weg zum Glück“ besuchte 1998 der Dalai Lama das Camp Reinsehlen. Tausende Besucher bevölkerten das Camp, eine riesige Zeltstadt entstand. Überlegungen, ein an die Natur angepasstes Hotel auf dem Camp-Gelände zu errichten, wurden daraufhin konkret. Gemeinsam mit dem Verein Naturschutzpark Lüneburger Heide (später Norddeutsche Naturschutz-Akademie) startete das HOTELCAMP REINSEHLEN im Oktober 1999 mit 27 Zimmern und zwei Veranstaltungshallen seinen Betrieb.

2004 nahm die Kunst Einzug ins Camp Reinsehlen. Der Künstler Jörg-Werner Schmidt richtete sich im heutigen Atelier – ein ehemaliger Pferdestall der britischen Armee – seine Werkstatt ein. Bis 2010 entstehen zahlreiche Kunstwerke, die hier im Camp zu finden sind, so zum Beispiel die Lattenmenschen, das Lavendellabyrinth, die Knickpyramide und die Gestaltung des Transformatorengebäudes.

So vieles hat das beschauliche Heidedorf Reinsehlen erlebt – umso erfreulicher ist die Entwicklung in den letzten Jahrzehnten. Die Natur hat ihr Terrain zurückerobert. Wer sich ein wenig Zeit nimmt und innehält, spürt die fast meditative Wirkung dieser einmaligen Ruhe und Abgeschiedenheit. Das Camp ist wieder ein Ort der Stille, ein Rückzugsort mit besonderer Flora und Fauna. Man kann sich der Ausstrahlung dieser Naturlandschaft schwer entziehen – wohl auch aus diesem Grund verbringen viele unserer Gäste inzwischen eine regelmäßige Auszeit bei uns im Camp.


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